Große Hütte 25. Juli bis 8. August 2008

Es war der Morgen des 25. Juli 2008 und es kamen an diesem Morgen viele Jugendliche zusammen, um Urlaub zu machen. Schon seit Jahrzehnten ist es normal, dass Jugendliche gemeinsam verreisen, und an diesem Morgen sind bestimmt unzählige Gruppen in den Urlaub gefahren. Doch speziell eine aus Waiblingen, hatte das Ziel Tschierv in der Schweiz, um dort gemeinsam 14 Tage zusammen mit Pfarrer Klappenecker zu verbringen.

Mit acht deutschen, vier polnischen, sechs ungarischen Teilnehmern und Teilnehmerinnen und zwei schwäbisch-kroatische Köchinnen machten wir uns auf den Weg und wagten es uns zusammen im Haus „Chasa Ramoschin“ kennen zu lernen und gemeinsam Urlaub zu machen.

Nach der Fahrt empfing uns Herr Pfarrer herzlich und wir bezogen unser Quartier. Die Hütte lag in herrlicher Lage: Es gab niemand um uns herum, wir konnten praktisch tun und lassen was wir wollten.

„Gottes Schöpfung erleben und neues entdecken“ sollte einer der vielen Hintergrundgedanken der Freizeit sein, was auch im ersten von vier Gottesdiensten zum Ausdruck kam. Schon am morgen begannen wir den Tag mit ein paar Schöpfungsgedanken, meist von Reinhold Stecher, um in den Tag zu starten.

Wie jedes Jahr haben wir ein einige Wanderungen gemacht. Die erste diente zur Gewöhnung an Klima und Höhe; sie trägt deshalb den Namen „Einwanderungsspaziergang“.

Die zweite und somit erste richtige Tagestour führte uns nach zum Pass da Constainas, wo wir unterwegs das erste Edelweiß sahen.

Die anderen Touren gingen nach einmal nach Müstair und durch den Schweizer Nationalpark und die letzte und schönste Tour auf den „Piz Daint“, unseren Hausberg. Wir standen alle eine Stunde früher auf und das hat sich gelohnt. Auch wenn der Weg steil und anstrengend war und vielleicht manch einer am liebsten wieder umgekehrt wäre, wurden wir mit einem Panorama belohnt das sich mit Worten kaum beschreiben lässt. Es gibt ein Lied in dem es heißt: „Handschlag ein Lächeln, all Müh vergessen“. Ein unbeschreibliches Gefühl der Freude, Erleichterung und Gemeinschaft vermischt mit den Gewaltigen Bergen in denen man Spuren Gottes sieht… Das sind die Momente im Leben, die unvergesslich bleiben. Es gab Teilnehmer, die noch nie so viele Berge gesehen haben, denn man konnte die Enden der Bergketten mit dem Auge nicht sehen.

   

Doch was macht man, wenn man nicht wandert? Ein umfangreiches Bastelangebot und viele Outdoor - Spiele, auch Kooperationsspiele, füllten diese Tage an denen nicht gewandert wurde.

So konnten die einen ihr Können beim Taschen bemalen zeigen und die Anderen ihr Geschick beim Perlentiere basteln umsetzen. Für die handwerklichen gab es ein Geduldspiel mit einer Kugel zu basteln.

Abends wurde fast immer in der Gruppe ein Spiel gemacht. Gruppenspiele wie Montagsmaler, Parlament oder Happy Family begleitet durch ein paar Lieder davor und danach ließ die Begeisterung steigen. Der Tag wurde dann mit einem Gebet und dem Segen von Herr Pfarrer dann beschlossen.

Unser traditioneller Ausflug ging nach Mals und Glurns. Zwei wirklich kleine und schöne Städte. Ein schöner Kontrast zu Innsbruck oder Chur, wo wir in den Jahren davor schon waren.

Das Teilnehmerfeld war dieses mal sehr international. Ohne die polnischen und ungarischen Teilnehmer würde die Große Hütte nicht mehr funktionieren. Probleme oder Streit gab es nie und auch Vorurteile sind ja bekanntlich dafür da, dass man sie abbaut. Die dort geknüpften Freundschaften halten aus Erfahrung lange an und ab und zu hört man, dass wieder jemand in der ungarischen Partnerstadt Baja war, oder von den Polen eingeladen wurde und dort eine schöne Zeit verbracht hat. Hütte verbindet!

Die Waiblinger Kreiszeitung berichtet über die Fahrt.

Bericht und Fotos von Simon Müller