Zwei Mitglieder unserer Gemeinde machten sich auf den Weg nach
Kivoga in der Provinz
Rutana,
Burundi.
Sie besuchten Pere Nicolas in seinem Waisenhaus Foyer St. Joseph. Seit
ihrer Rückkehr berichten sie ausführlich.
Einen Bericht von dem Projekt finden Sie auch beim Kompetenzzentrum
Burundi des Landes Baden-Württemberg.

Unser Besuch im Waisenhaus „Foyer St. Joseph“
Wir, Peter und Ingrid Bongard, haben vom 20. bis 30. Juli 2011
das Land Burundi und Père Nicolas besucht.
Vielen ist er bekannt, da er seit Jahren nach Waiblingen kommt und
für das im Jahr 2008 eröffnete Waisenhaus im
Süden von Burundi Spenden erbittet. Waiblinger
Familien beider Konfessionen unterstützen ihn und sein Projekt.
Zunächst fuhren wir entlang dem Tanganjikasee und kamen an der Stelle vorbei, an der sich David Livingstone und Henry Morton Stanley nahe der südlichsten Nilquelle trafen.
Kartenausschnitte
verwendet mit freundlicherGenehmigung des Verlages ITMB Publishing.
Zum Vergrößern klicken Sie bitte auf die Karten.
Am 24. Juli 2011 war es soweit: Wir kamen in Kivoga an.
Die 42 Waisenkinder im Alter von 6 bis 16 Jahren bereiteten uns zusammen mit den beiden Schwestern einen überwältigenden Empfang: Sie begrüßten uns auf deutsch. (Sr. Renilde war ein Jahr in der Schweiz.)
Sie führten Sketche in deutsch auf, ein größerer Junge hielt eine Rede, sie tanzten und sangen für uns und jeder von uns erhielt einen Blumenkranz.
Wir lasen eine Grußbotschaft von Herrn
Pfr.Klappenecker vor, zuerst auf deutsch, dann französisch und
Père Nicolas übersetzte in die Landessprache
Kirundi.
Dann verteilten wir die mitgebrachten Geschenke: Schulhefte,
Luftballons, Mützen, Farben, Kulis und vieles andere. Die
Kinder freuten
sich sehr.
Der „Knaller“ aber war
unsere Mundharmonika, die jetzt im
Waisenhaus die Runde macht.
Père
Nicolas Niyungeko ist Rektor des Heiligtum
der 40 Märtyrer (exteren Link
in
Englisch) von Buta,
die 1997 von Hutu-Rebellen ermordet wurden, weil sie sich nicht in Hutu
und Tutsi separieren wollten.
Père Nicolas hat einen Text
über die Märtyrer in französischer Sprache
veröffentlicht.
Außerdem hat er noch ein Büro beim Bischof in
Bururi und schaut etwa zweimal in der Woche nach den
Waisenkindern in Kivoga.
Kivoga liegt ca. 30 km von Buta zwischen Rutovu und Rutana am Flüßchen Muyovozi.
Nach 2
Tagen erreichte uns noch in Burundi dieser
Dankesbrief.
Zum Vergrößern klicken Sie bitte auf den Brief.
Daten von
Burundi:
Burundi ist ein kleines Binnenland, etwas kleiner als Baden-Württemberg. Es wird im Norden von Ruanda, im Osten und Süden von Tansania begrenzt, im Westen ist der Tanganjikasee, am andern Ufer liegt die Demokratische Republik Kongo.
Burundi hat ca. 8,5 Mill. Einwohner - Volksgruppen: Hutu, Tutsi und Twa. 65 % Katholiken
Burundi ist eines der ärmsten Länder der
Erde - die Menschen leben überwiegend von Landwirtschaft zum
Eigenverbrauch. Etwas Kaffee und Tee wird für Export angebaut.
Im Genozid (Bürgerkrieg bis 1993) kamen ca. 300.000
Menschen ums Leben.
Die Aids-Erkrankungen bzw. Todesfälle sind sehr hoch, deshalb
gibt es sehr viele Waisenkinder, die von überwiegend
kirchlichen Einrichtungen aufgefangen werden.